
Moderierte Führung und Kleingruppenarbeit
Welche Fragen stellen sich uns, wenn wir den Holocaust "begreifen" wollen? Wie werden Schicksale von Opfern greifbar, wie Funktionen beteiligter Personen deutlich? Und welche Sprache kann eine Ausstellung finden, in der es um ein monströses Verbrechen geht?
Diesen Leitfragen gehen wir gemeinsam in einer punktuellen, moderierten Führung durch die Ausstellung nach. Im Anschluss werden bestimmte Aspekte der Ausstellung in praxisorientierter Kleingruppenarbeit an anschaulichen Beispielen vertieft und dokumentiert.

Was bedeutet "Auschwitz" in unserem Bewusstsein? Warum lässt uns die Erinnerung nicht los? Warum wird - so der Überlebende und Historiker Saul Friedländer - dieses "Ereignis" umso aufdringlicher, je weiter es historisch zurück liegt? Es ist nicht die "Zahl der Leichen", sagt Hannah Arendt, sondern: "Da ist etwas passiert, womit wir alle nicht mehr fertig werden!"
Im Begleitgespräch werden Texte und Filme von und mit Hannah Arendt, Paul Celan und Imre Kertesz vermittelt und verarbeitet. Es wendet sich an diejenigen, die der Bedeutung unserer Erinnerung an die Shoa nachgehen und begreifen wollen, was es bedeutet, in einer "Kultur nach Auschwitz" zu leben.