Das Gleis
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Nürnberg

Durch Direktbildübertragungen ist die multimediale Gleisinstallation mit den polnischen Gedenkstätten Auschwitz, BeŁżec, Majdanek, Treblinka und Sobibór verbunden.

Das Gleis

Karte mit dem Netzwerk der europäischen Eisenbahnen von 1943 in der Installation "Das Gleis".
© Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Max-Heinrich-Müller
Installation "Das Gleis".
© Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Max-Heinrich-Müller

Vom Netzwerk des Todes zum Netzwerk der Erinnerung

Raumbeherrschend ist die Installation "Das Gleis" (Entwurf Büro Müller-Rieger). Lichtschienen in einem Gleisbett aus Zigtausenden von Kärtchen mit den Namen Ermordeter enden vor dem Torbau von Auschwitz-Birkenau.

In einer bislang einzigartigen Kooperation wird diese moderne Gleisinstallation mit den Gedenkstätten Auschwitz, Bełżec, Majdanek, Treblinka, Sobibór und Chełmno in Polen verbunden. Auf großen Monitoren laufen Direktbildübertragungen von jeweils vor Ort installierten, aus der Ausstellung steuerbaren Kameras. Sie informieren den Besucher nicht nur über das heutige Aussehen und Tagesgeschehen an nach wie vor weit außerhalb unseres Blickfelds befindlichen Topographien des Terrors: Gleichzeitig bringen sie die Entfernung zum Verschwinden, die den Nationalsozialisten zur Verschleierung des Mordens diente.

 

 

 

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